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Finanzierung einer Kindernotfall-Trainingspuppe

16.07.2018

Nur das regelmäßige Training von Notfallsituationen – unter möglichst realistischen Bedingungen – ermöglicht im Notfall eine sichere und kompetente Versorgung. Das gilt insbesondere für das seltene Ereignis Kindernotfall. Aus Spendengeldern der KUNO-Stiftung wurde das pädiatrische Notfallteam (Leiter Dr. Jürgen Kunkel) der KUNO-Kinderklinik mit einem modernen „Kinder-Simulator“ sowie einer weiteren Trainingspuppe ausgestattet.

Es ist der Albtraum aller Eltern… das eigene Kind ist schwer verletzt oder akut erkrankt und rasche Hilfe ist nicht verfügbar, oder – fast noch schlimmer – bereits vor Ort, jedoch für den Notfall bei Kindern nicht ausreichend geschult. Auch für Notärzte und sogar für das Personal in der KUNO-Klinik sind solche Notfälle zum Glück nicht an der Tagesordnung. Da jedoch in seltenen Situationen nur dann sicher und kompetent gehandelt werden kann, wenn alle Beteiligten dies, insbesondere „als Team“ (in speziellen „Teamtrainings“), regelmäßig üben, ist eine Ausrüstung für möglichst realistische Fallsimulationen nötig.

Aus Spendengeldern der KUNO-Stiftung wurde die KUNO-Kinderklinik nun mit einem hochmodernen „Kinder-Simulator“ sowie einer weiteren Trainingspuppe ausgestattet. Damit können genau solche Situationen realitätsnahe durchgespielt und die praktischen Handgriffe und Abläufe regelmäßig geübt werden. Das regelmäßige Training solcher Notfallsituationen im und als Team ist in der Luftfahrt schon lange selbstverständlich, aber in der Medizin noch viel zu selten Routine.

Der „Kinder-Simulator“ ist mit modernster Technik ausgestattet: Er simuliert neben den so genannten Vitalparametern wie Blutdruck, Herzfrequenz und Sauerstoffsättigung auch unterschiedlichste „krankhafte“ Herz- und Lungengeräusche und ist sogar in der Lage mit den Anwendern zu sprechen. Über ein Steuer-Tablet via Funk kann der Ausbilder den Kinder-Simulator steuern sowie Reaktionen und Antwort auf die vorgenommenen Maßnahmen aus zuvor definierten Modulen abrufen oder von Hand einspielen. So können typische Notfälle bei Kindern und Jugendlichen – wie ein Fieberkrampf, Atemnot/Krupp-Husten, Verschlucken eines Fremdkörpers oder etwa auch ein allergischer Schock – realitätsnah nachgestellt und die Notfallbehandlung intensiv trainiert werden. Mit der zusätzlichen Trainingspuppe kann insbesondere die Reanimation (Wiederbelebung) von Kindern geübt werden.

Mit dieser Ausstattung werden künftig das gesamte Personal der KUNO-Kinderklinik am Standort Universitätsklinikum Regensburg (UKR) und auch die regionalen Notärzte regelmäßig in den Basisreanimationsmaßnahmen geschult. Darüber hinaus wird zukünftig das Team der KUNO-Intensivstation des UKR einmal monatlich ein Fallsimulationstraining durchführen. Gerade die Zusammenarbeit in kritischen Notfallsituationen bzw. die Durchführung spezieller Notfallmaßnahmen sowie die Kommunikation mit den Eltern in einer Krisensituation können so trainiert und erheblich verbessert werden.

Rettungsassistent Markus Denecke und die Kinderärztin Dr. Anne Dannenmaier im Notfalltraining mit dem „Kinder-Simulator“. Bildnachweis: Vincent Schmucker