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Laktationsberaterin in der Neonatologie

Die beste Ernährung für ein neugeborenes Kind ist immer noch die Muttermilch – aber nicht immer kann die Mutter selbst stillen. Eine gute Alternative ist Milch von anderen Müttern, die in Frauenmilchbanken gesammelt und bei Bedarf verwendet werden kann. Um eine solche Frauenmilchbank in Regensburg zu etablieren, müssen zunächst Strukturen geschaffen werden. Hier hilft die KUNO-Stiftung.

Die KUNO-Klinik St. Hedwig ist inzwischen eines der größten Perinatalzentren in Deutschland. Hier kommen im Jahr rund 3.500 Kinder auf die Welt. Aber wo so viele Kinder geboren werden, gibt es auch immer wieder Risiko- und Frühgeburten. Gerade diese Kinder brauchen für ihren Start ins Leben eine optimale medizinische Versorgung, aber auch eine optimale Nährstoffversorgung – ideal gelingt das mit der Milch der eigenen Mutter, mit der sogar schützende Antikörper an das Kind weitergegeben werden können. Aber die Frühchen-Mütter haben oft nicht genug Milch zur Verfügung, deshalb greift man in solchen Fällen gerne auf die gespendete Milch anderer Mütter zurück.

Ähnlich wie bei der Blutspende braucht es aber auch für Muttermilch einerseits Spenderinnen und andererseits einen strukturellen Rahmen, damit die Milch den gesetzlichen Hygienevorgaben entspricht, aufbewahrt und weiterverteilt werden kann. Das geschieht in sogenannten „Frauenmilchbanken“, von denen es bisher in Bayern lediglich drei gibt, in München, Passau und Augsburg. Bedarf für solche Frauenmilchbanken gäbe es allerdings flächendeckend – auch in Ostbayern.

Noch finanzieren die Krankenkassen dieses Angebot nicht. Um trotzdem den Aufbau einer Frauenmilchbank in St. Hedwig starten zu können, finanziert die KUNO-Stiftung eine Laktationsberaterin, die nicht nur Milch-Spenderinnen rekrutiert, sondern auch die Mütter beim Stillen und Abpumpen unterstützt.

(Foto: Cornelia Brockard)